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Regie: Birgit-Sabine Sommer | 75 min



Südkärnten: Hier leben seit vielen Jahrzehnten Slowenen und deutschsprachige Kärntner nebeneinander. Gräben oder Grape – so heißen die Täler in Südkärnten. Gräben ziehen sich bis heute zwischen den Bewohnern wie einst die Schützengräben, manchmal sogar innerhalb einer Familie. In den Gräben lebten die slowenischen Bauern, die Deutschen waren Gewerbetreibende und Fabriksherren im Tal.
Aus dem Nebeneinander wurde in Kriegs- und Nachkriegszeiten Feindschaft. Nach dem Krieg blieben beide Volksgruppen in einer Art feindlichen Starre. Misstrauen, Trotz und Ignoranz verdecken auf allen Seiten tiefe Wunden.
In „Der Graben“ arbeiten nun erstmals beide Gruppen gemeinsam an der Bewältigung der letzten 100 Jahre. Mit der Methode des „Partizipativen Re-Enactments“ kombiniert Regisseurin Birgit- Sabine Sommer (HR) die Erzählung der Zeitzeugen an Originalschauplätzen mit Original-Requisiten in filmischen Episoden. Im Mikrokosmos des Vellachtals, in dem Täter und Opfer Nachbarn waren und sind und sie diese Rollen oftmals auch noch vertauschten, wird Geschichte lebendig. 

Regie: Birgit-Sabine Sommer | Kamera: Christian Roth | Kamera Assistent: Mark Rockenschaub, Mathias Kronfuss | Ton: Jonathan Andel, Martin Stiendl | Schnitt: Angela Freingruber | Schnittassistenz: Andrea Unterweger | Requisite: Nora Kurzweil | Musik: Thomas Hohl | Farbkorrektur: av Design Ulrich Grimm | Tonstudio: Blautöne Klaus Gartner | Produktionsleitung: Brigitte Ortner Produzent: Kurt Langbein |


Eine Koproduktion von Langbein & Partner Media mit ORF, RTV Slowenien und dem Medienservice des BMBF, gefördert von Fernsehfonds Austria, VAM und Land Kärnten

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2015 | Allgemein