
TV-Dokumentarfilm | Österreich, Deutschland 2012
„Passagen” zu entdecken bedeutet, an beiden Seiten einer Grenze Geschichten zu finden und aus einzelnen Schritten eine Wanderung werden zu lassen. Die Blicke “hinüber” sollen keine Stiche in die Wunde der Geschichte sein und dennoch eindrückliche Warnung vor möglichen Scheidewegen beinhalten. “Passagen” ist der Versuch, das schmerzvolle Gegeneinander in ein freudvolles Miteinander zu wandeln.



Der Film wurzelt in der Idee, das Land zu umwandern, Passagen zu “ergehen” – die filmische Wanderung führt um ein Land, das erstmals nach fast tausend Jahren wieder ein eigenständiges Land, eine eigene Nation, ein Volk geworden war: Slowenien, dessen Grenzen mitteleuropäische Länder und Mentalitäten sind.
Die Staatsgrenze von Slowenien ist über 1300 km lang: 280 km führen entlang Italien, 330km sind es zu Österreich und 102 km zu Ungarn. Alle Grenzen tragen die Narben der Kriege. Die letzte Grenze, aus dem Jugoslawienkrieg zu Kroatien, ist 602 km lang und führt im äußersten Südwesten auch noch knapp 50 km an der Mittelmeerküste entlang.
Auf der Suche nach einer eigenen Kultur, Einheit und Sprache begleitet dieser Dokumentarfilm in eine „historische“ Zeit, in eine neue, nie gekannte Grenzenlosigkeit einer Nation.

