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TV-Dokumentation 2003

Die Jahrtausende alte chinesische Lehre erlebt seit etwa zehn Jahren im Westen einen enormen Boom. Feng-Shui eroberte die Innenarchitektur und die Gartengestaltung ebenso wie den Psycho- und Wellness-Markt. Feng-Shui Kurse sind ausgebucht, Feng-Shui Meister bringen immer mehr Meisterschüler hervor, die ihrerseits dann wieder lehren, wie man am besten in Harmonie mit der persönlichen Umgebung lebt. Denn nur, wenn die Blockaden überwunden werden und „Gutes Ch’i“ frei fließen kann, laufen die Geschäfte, steigt der Wohlstand, herrscht Glück in der ganzen Familie bis hinein in die nächsten Generationen.

 

Nach den Prinzipien von Wind und Wasser, wie Feng Shui in der wörtlichen Übersetzung heißt, werden Häuser gebaut, Gärten angelegt und Büros eingerichtet. Drache, Tiger, Schildkröte, Schlange und roter Phönix bilden das symbolische Quartett für freundlich oder feindlich gesinntes Umfeld. Der Kompass zeigt die einzig günstige Schlafrichtung, das Horoskop die geeigneten Farben von Gardinen bis Pyjama und das Lebenselement, Wasser, Holz, Feuer, Erde und Luft.

 

In der bunten Welt des Feng Shui tut sich eine verwirrende Vielfalt von Deutungen auf. Und je nach Auslegung des Beraters sind es einmal ein paar kleine wohl überlegte Eingriffe, die den Klienten die Gunst des „kosmischen Atems“ zurück bringen, ein andermal sind teure Umbauten nötig, oder der Feng Shui Guru empfiehlt, besser gleich eine andere Wohnstätte zu suchen. Meist ist aber Feng Shui so wie die Schule des Lebens – eine Suche nach dem Kompromiss.

Format: 43min | Regie: Bert Ehgartner | Kamera: Peter Aigner | Schnitt: Wolfgang Roth | Produktion: Kurt Langbein, Thomas Rilk | Langbein & Partner | im Auftrag des ORF

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2003 | Fertiggestellt | TVDokumentation