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Österreich 1999 | Bildungsfilm

In ihrer Dokumentation gehen die Autoren Bert Ehgartner und Christian Skalnik der Frage nach, warum in den westlichen Industrieländern immer mehr Menschen so dramatisch auf harmlose Pollen, Nahrungsmittel, Tierhaare oder Staubpartikel reagieren. Keine leichte Aufgabe, denn gerade die Frage nach den Ursachen wird in der Wissenschaftsgemeinde heftig diskutiert.

 

Noch vor wenigen Jahren gingen Forscher davon aus, dass die zunehmende Umweltverschmutzung schuld an der spektakulären Zunahme an Asthma-, Heuschnupfen- oder Neurodermitis-Fällen sei. Heute glauben die meisten, dass gerade der ultrahygienische Lebensstil der westlichen Industriestaaten die Entstehung von Allergien fördere.

 

Ihre provokante These: Übertriebene Hygiene und der allzu schnelle Einsatz von Medikamenten bei jeder kleinen Infektionskrankheit führt dazu, dass dem Immunsystem die natürlichen Feinde abhanden kommen. In der Folge stürzt sich die unreife und unterbeschäftigte körpereigene Abwehr auf völlig harmlose Eindringlinge und sorgt mit dieser Überreaktion für dramatische Symptome.

 

Österreichische Wissenschaftler sind an dieser Revolution führend beteiligt. So fand etwa Josef Riedler, Allergie- und Lungenspezialist an der Salzburger Kinderklinik heraus, dass Bauernkinder deutlich seltener unter Allergien leiden. “Entscheidend ist wahrscheinlich der intensive Kontakt mit Tieren,” mutmaßt Riedler. “Bestimmte Bakterien und Keime wirken als eine Art Trainingscamp für das Immunsystem. Damit werden spätere Fehlreaktionen vermieden.”

Format: 20 min | Regie: Bert Ehgartner, Christian Skalnik | Kamera: Jan Kerhart, Ralf Rabenstein | Ton: Michael Hensel, Stefan Paul, Axel Thiede | Schnitt: Sonja Lesowsky | Produktion: Kurt Langbein, Christian Skalnik | Langbein & Partner | in Zusammenarbeit mit BMUKK

1999 | Bildung | Fertiggestellt

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